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Clubabend zur „Marke Sacher“ mit CEO Matthias Winkler im Hotel Sacher in Wien

Autor: Birgit Schaller

Der MCÖ-Clubabend am 15. Mai fand im mondänen Hotel Sacher in Wien statt. Die Mitglieder des MCÖ zeigten sich begeistert von der Keynote rund um Luxushotellerie und Visionen von Matthias Winkler, CEO der Sacher-Gruppe, für die inhabergeführte Hotelgruppe.

Zur Begrüßung gab es eine Führung durch das Hotel Sacher in Wien mit Einblicken vom neuen Salon Sacher bis in die Präsidentensuite und genialem Blick von der Dachterrasse von der Wiener Oper bis zum Stephansdom. CEO Matthias Winkler startete in seinen kurzweiligen wie interessanten Vortrag mit der Geschichte der Marke Sacher.
 
Diese beginnt mit der Erfindung der Original Sacher-Torte 1832 durch den jungen Konditor Franz Sacher. Seit 1876 gibt es das familiengeführte Hotel in Wien. Inzwischen zählen auch das Hotel Sacher in Salzburg und das Hotel Bristol zur Sacher-Gruppe, wie die Cafés Sacher in Innsbruck und Graz sowie das Sacher Eck in Wien und weiters das Sacher Eck Parndorf als Franchise-Partner. Die Sacher-Gruppe setzte zuletzt mit 750 Mitarbeitern fast 90 Millionen Euro um. „Vom Markenzeichen, der Original Sacher-Torte, werden jährlich 360.000 Stück verkauft“, detaillierte Matthias Winkler, woher die Umsätze kommen.
 
„Es kommen große Touristenströme auf uns zu“

Winkler, der seit 2014 die Geschäfte der Gruppe lenkt, entführte die rund 140 MCÖ-Mitglieder in touristische und globale Entwicklungen, „derzeit haben rund 10 Prozent der zwei Milliarden Chinesen einen Pass, bald werden es doppelt so viele sein, da kommen große Touristenströme auf uns zu, die wir abholen wollen“. Die größte Zielgruppe der Sacher-Hotels sind aber derzeit noch US-amerikanische und deutsche Gäste.
 
Auch im Tourismus relevant, sei die Veränderung des Kaufverhaltens, führte Winkler weiter aus, „der wichtigste Punkt in diesem Zusammenhang: das Tempo“, meinte er und erinnerte sich an seine Kindheit in Irdning im Ennstal, als es 14 Tage dauerte vom Hören eines Songs im Radio bis zum Kauf der Platte. Heute sieht ein Kunde etwas und kauft es wenige Minuten später, auch Hotelzimmer.
 
„Die Konkurrenz in unserem Business ist groß“, so Winkler, etwa durch Ketten wie das Marriott, das nach dem Kauf von Starwood Hotels als größter Hotelanbieter der Welt rund 100 Millionen Kundendaten verwaltet.
 
Auch Zielgruppen gäbe es in diesem Sinne nicht mehr, „der Gast, der eine Nacht in der Wüste im Zelt verbracht hat, schläft die nächste Nacht bei uns in der Suite ... ich empfehle übrigens Zimmer 619“, fügt Winkler lachend ein. Zweites Stichwort: Airbnb. „Heute finden Sie die teuersten Hotelzimmer der Stadt New York auf Airbnb“.
 
Von Connectivity bis Individualisierung

Um sich in diesem spannenden wie herausfordernden Umfeld gut zu positionieren „haben wir mit vielen Branchen gesprochen, Visionen entwickelt und sind im ständigen Adaptierungs- und Umsetzungsprozess“. Einige Beispiele:
  • Geschwindigkeit: „Wir wollen die schnellsten sein, für unsere Gäste und beim Beantworten von Anfragen jeder Art. Erster zu sein zählt.“
  • Connectivity: „Wir bieten unseren Gästen mySacher-Tablets an und arbeiten mit dem AI-Start-up MoonVision für den zukünftigen Verkaufsprozess für Original Sacher-Torten zusammen“, nannte er Beispiele.
  • Personalisierung und Individualisierung: „Im Sacher gibt es Frühstück, Fitness oder Conciergedienste inzwischen 24/7 – Gäste wollen keine Regeln befolgen!“
  • Transparenz: „Maximale Transparenz bringt maximales Vertrauen“, findet der Sacherchef, daher sei etwa jedes der 152 Zimmer im Haus mit Bad, Vorraum und 360-Grad-Ausblick fotografiert und online abrufbar.
„Ich bin ein Change Manager“

Abschließend zählte der CEO noch die Werte der Marke Sacher auf, die „unser größtes Gut ist“: Familie, Innovation, Wirtschaftlichkeit, Leidenschaft und Exzellenz. Für die Gäste stehen Familie und natürlich die Original Sacher-Torte im Zentrum, sagte Winkler, der sich selbst als Change Manager versteht und weder als reiner Hotelier noch als Marketer eingeordnet werden will. Zum Abschluss formulierte er den Slogan des Hauses: „Be part of the most private 5-star experience“.
 
Nach einer vielfältigen Fragenrunde gab es schließlich ein ausgezeichnetes Catering und, mit einem gemütlichen Beisammensein im schönen Ambiente des Hotels konnte ein feiner MCÖ-Clubabend ausklingen. Das kleine Präsent des Hauses, der Original Sacher-Würfel, versüßte den MCÖ-Gästen auch noch den folgenden Tag.

Bild: Clubabend „Marke Sacher“ im Hotel Sacher in Wien mit MCÖ-Präsident Georg Wiedenhofer, Matthias Winkler, CEO Sacher-Gruppe, Eigentümerin Alexandra Winkler und MCÖ-Geschäftsführer Niko Pabst. © Michael Jeuter

Über die Autorin

Birgit Schaller

Birgit Schaller ist Inhaberin der Agentur BiSness (www.bisness.at). Die Wirtschaftswissenschaftlerin ist langjährige Journalistin, PR- und Mediaprofi. Im Beirat unterstützt sie den Vorstand des Marketing Clubs als Fachfrau für Inhalt und Kommunikation. Schaller liebt Geschichten, starken Content und unterhaltsame Moderationen und ist selbst mit Birgits Live Talk auf Facebook aktiv.